Was lernen Lehrer_innen?

22. 01. 2015, Mitreden!

Fast die Hälfte von Österreichs Lehrer_­innen ist über 50. Die eigene Ausbildung ist also schon eine Weile her. Und sie ­gehören nicht zu den weiterbildungsfreudigsten in Europa. 

Ein Bericht des Rechnungshofs ließ vor einigen Jahren aufhorchen: Nur ein Drittel der Lehrer_innen bilde sich regelmäßig fort, und weder Direktor_innen noch Schulaufsichtsbehörden hätten einen Überblick zu den Bildungsaktivitäten der Lehrer_innen. Die meisten Direktor_innen gaben an, schlicht keine Zeit für die Organisation der Weiterbildung ihres Personals oder für andere Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Unterrichts zu haben. 

BBildung

Auf der anderen Seite äußert fast die Hälfte der Lehrer_innen den Wunsch nach mehr Fortbildung – findet aber keine passenden Angebote oder keine Zeit. Den größten Fortbildungsbedarf sehen Lehrer_innen im Umgang mit schwierigen Schüler_innen und im Einsatz digitaler ­Medien. Bildung wird, so der Rechnungshofbericht, als Entgegenkommen an Lehrer_innen gesehen, die meisten müssen auch anfallende Reisekosten selbst übernehmen. Und wer auf den Webseiten des Bildungsministeriums nach Weiterbildungsangeboten sucht, wird über tote Links zwischen den Start­seiten von Bildungs- und Wirtschaftsministerium hin- und hergeschickt.

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(Quelle: Nationaler Bildungsbericht 2012)

Brachland Bildung – Weiterlesen
  • Ernst Smole

    Liebe NEOS – Leute, Freundinnen & Freunde,
    Euer aktuelles MUT ist die wohl kompetenteste Zusammenschau aller bedeutenden aktuellen Fakten und Quellen zu Schule & Bildung, die andere aus welchen Gründen auch immer ignorieren – Nantionaler Bildungsbericht 2012, Leherer_innenbelastungsstudie 2014 etc.
    GRATULATION!
    Liebe Grüße & danke
    Euer
    Ernst Smole

  • Mut

    Danke! Freut uns sehr, das zu hören… 🙂 !